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Drei Judoka von uns waren beim Kampf um den Westfalenmeister mit dabei

15.06.2022

Nachdem sich drei Judoka vom SV 1860 Minden in Altenhagen bei den Bezirks-Einzelmeisterschaften qualifiziert hatten, mussten diese jetzt in Herten um den Titel des Westfalenmeisters kämpfen. Ausrichtender Verein war das Judo-Sport-Team Herten. Insgesamt 170 Teilnehmer waren in der Altersklasse U13 in neun Gewichtsklassen angetreten um den begehrten Titel nach Hause zu holen.

Nicolaj Dieser startete in der Gewichtsklasse bis 73 Kg. Dabei erwischte er die zahlenmäßig stärkste Gruppe mit 16 Konkurrenten. Nachdem er seinen ersten Kampf regelrecht verschlafen hatte und diesen auch verlor, trumpfte er in den Folgekämpfen stark auf. Den Frust nach dem verlorenen ersten Kampf bekam sein nächster Gegner zu spüren. Nach wenigen Sekunden schickte er diesen mit einem Seoi-nage (Schulterwurf) Angriff und gekonntem Wechsel zu Tani-otoshi (Rückfallzug) von der Matte. Auch den Folgekampf gewann er souverän mit einem Haltegriff. Jetzt ging es um den Einzug in das Semi-Finale. In diesem entscheiden Kampf ging Dieser mit einer Wurftechnik in Führung. Der Gegner konnte ihn danach jedoch ohne eine Wertung zu erhalten mit einer Haltetechnik bis zum Kampfende festhalten, so dass er am Ende den fünften Platz belegen konnte.

Alexander Friesen kämpfte bis 55 Kg. Er war der unerfahrenste Kämpfer der drei 1860er. Bei seinem zweiten Auftritt bei einem offiziellen Turnier hatte er es mit zehn Teilnehmern zu tun. Sein Kontrahent aus Bocholt konterte seine Angriffstechnik, einem Uki-goshi (Hüftschwung), so dass dieser Kampf mit einer Ippon-Wertung (voller Punkt) verloren ging. Im zweiten Kampf war er trotz heftiger Gegenwehr chancenlos und schied aus dem Turnier aus.

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Der letzte Kämpfer aus dem Trio, in der nach oben offenen Gewichtsklasse über 55 Kg, war Tim Kütemeier. Auch er hatte es mit zehn Gegnern zu tun. In seinem ersten Kampf gelang ihm ein klarer Sieg mit einer Bodentechnik gegen einen Gegner, gegen den er auf der Bezirksebene noch verloren hatte. Beschwingt von dieser erfolgreichen Revanche trat er seinen zweiten Kampf an. Hier wartete allerdings ein schwerer Gegner (wörtlich zu nehmen) mit einem Gewichtsvorteil von rund 10 Kg. Dazu kam, dass dieser im letzten Jahr der U13 Kämpfer antreten konnte, während Kütemeier im ersten Jahr dabei war. Diesem erfahrenen Gegner war er dann klar unterlegen. Ab jetzt musste jeder Kampf gewonnen werden, um in das kleine Finale um Platz drei einziehen zu können. Den nächsten Gegner aus Recklinghausen beherrschte er klar und konnte diesen mit einer Wurftechnik mit anschließendem Haltegriff aus dem Turnier werfen. Im entscheidenden Kampf war Kütemeier unkonzentriert, wobei er von seinem Gegner ohne Technik in die Bodenlage gezwungen worden ist und von diesem dann bis zum Kampfende festgehalten werden konnte. Trotz allem hatte er einen verdienten fünften Platz erkämpft.

Unter dem Strich waren die Trainer und Betreuer nach der langen Corona-Pause mit den Ergebnissen zufrieden und lassen auf mehr hoffen.